Botox-Segen oder Fluch?

Viele Frauen entschließen sich heutzutage zu einer Faltenbehandlung mit Botox, genauer gesagt zu einer Faltenunterspritzung mit Botulinumtoxin. Dabei werden die vorhandenen Falten und Fältchen nicht aufgepolstert, sondern „lahmgelegt“. Andernfalls müsste ein Faltenfiller wie z.B. Hyaluron oder Eigenfett verwendet werden. Bei dieser Anti-Aging Behandlung werden die Gesichtsmuskeln, welche die Faltenbildung verursachen, entspannt und somit wirkt das Gesicht erholt und glatter. Die maximale Wirkung setzt nach 4-8 Tagen ein und kann bis zu einem dreiviertel Jahr andauern. Danach ist eine Wiederholung der Injektion mit Botulinumtoxin möglich.

Botox wird bei weitem nicht nur in der Anti-Aging Behandlung eingesetzt! Seine Wirksamkeit gegen übermäßiges Schwitzen ist unumstritten. Hierbei wird das Serum in die Nähe der betroffenen Schweißdrüsen gespritzt,- Achselhöhlen, Hände oder Fußsohlen. Dies blockiert gezielt die entsprechenden Nervenimpulse und verhindert dadurch eine zu starke Schweißproduktion.

Auch wird dieses Präparat seit Jahren in der Urologie zur Behandlung von Inkontinenz eingesetzt. Dabei erfolgt die Injektion durch die Harnröhre in die Blasenwand und bewirkt eine bessere Kontrolle des Harndrangs.

Vielfach und mit großem Erfolg wird Botulinumtoxin bereits seit Jahren im Bereich der Neurologie angewandt, zur Behandlung von Störungen der Bewegungsabläufe wie z.B. Lidkrampf, Munde-, Zungen-, Schlund krampf, Stimmbandkrampf u.a..

Zuweilen wird das Präparat auch bei der Behandlung von hartnäckigen Migräneattacken und Spannungskopfschmerzen eingesetzt. Im Augenblick laufen sehr vielversprechende Studien zur Behandlung von Depressionen und der Parkinson-Krankheit.

Vorteile von Botox: Relativ sichere Behandlungserfolge, kaum Nebenwirkungen und dabei preisgünstig. Etwaige Nebenwirkungen: Brennen und leichte Hämatome an den Einstichstellen sowie Taubheitsgefühl, sind jedoch normalerweise von kurzer Dauer. Allerdings sollte die Behandlung von einem erfahrenen Facharzt ausgeführt werden.

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2 Antworten zu “Botox-Segen oder Fluch?

  1. Ich denke, wenn die Botox-Behandlung wirklich von einem gut ausgebildeten Arzt durchgeführt wird und man sich vorher hat beraten lassen, dann braucht man sich keine Sorgen zu machen. Nur über die möglichen Risiken sollte man sich dabei halt bewusst sein.

  2. Je nach Person und Absicht welches mit dem Unterspritzen von Botox verfolgt wird kann es beide Sichtweisen Fluch und Segen sein. Segen ist es vor allem für all diejenigen, die unter motorischen Einschränkungen leiden. Denn mit der Unterspritzung erfahren sie eine sichtliche Lockerung ihrer Muskulatur. Aber auch Patienten, die unter chronischen Erkrankungen leiden können ihre Schmerzen dadurch loswerden. Somit fühlen sie für eine gewisse Zeit von jeglichen Beschwerden befreit. Andererseits kann sie aber auch als Fluch gesehen werden. Denn vor allem in der Schönheitsindustrie kommt sie sehr häufig zum Einsatz. Je nach Intensität des Unterspritzens kann dies bei den betreffenden Person in eine regelrechte Sucht ausarten und das Gesicht völlig verunstalten. Aus diesem Grund sollte man sich immer den Rat des Arztes annehmen und die Partien nur unterspritzen wenn es wirklich notwendig ist.

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