Johanniskraut: Sonne für die Seele

Was ist Johanniskraut?

Viele Menschen greifen in belastenden, oder stressbehafteten Lebensphasen zum Seelentröster Johanniskraut. Diese Heilpflanze, deren korrekter lateinischer Name Hypericum perforatum lautet, wird von den Menschen bereits seit über 2000 Jahren angewendet.

Doch welchen Nutzen können wir heute aus der Pflanze ziehen?

In der klassischen Johanniskraut Anwendung wurden fast alle Teile des wundersamen Krautes verwendet. Das durch das Ausziehen der Blüte unter der Verwendung unterschiedlicher Öle gewonnene Johannisöl, wegen seiner roten Farbe auch Rotöl genannt, ist traditionelles Heilmittel von Wunden und kann gleichzeitig bei Hautproblemen, Narbengewebe oder kleineren Verletzungen angewendet werden.

Die Johanniskraut Anwendung wird jedoch meist verknüpft mit dem pulverisierten Kraut, welches bei Depressionszuständen leichter und mittlerer Art sowie Nervosität, Unruhezuständen, oder Angststörungen verwendet wird. Die Wirkung ist vergleichbar mit der eines Antidepressivum, weswegen viele Menschen Johanniskraut bei Depression benutzen. Tatsächlich verbessert sich die Stimmung durch die Einnahme. Außerdem wird der Nervenstoffwechsel des Gehirns positiv beeinflusst.

Wie wir heute wissen, entstehen Depressionen nicht durch das zutun des Teufels. Vielmehr wird ein Fehler des Gehirnstoffwechsels für die schlechte Stimmung verantwortlich gemacht. Durch die Einnahme des Inhaltsstoffes Hyperforin, welcher im Johanniskraut enthalten ist, wird die Wiederaufnahme bestimmter Botenstoffe in den Nervenzellen gehemmt. Als Folge verbessert sich die Stimmung merklich, die Depression wird abgeschwächt, oder verschwindet ganz.

Es gilt jedoch zu beachten, dass die Wirkung von Johanniskraut auf sich warten lässt. Erst nach einer Einnahmedauer von 3 oder mehr Wochen kann von einer Wirkung der Substanz auf den Körper gesprochen werden. Geduld zahlt sich also aus, insbesondere weil der Anwender die Wirkung von Johanniskraut erst nach 4-6 Monaten realistisch einschätzen kann.

Nebenwirkungen Johanniskraut:

Obgleich es pflanzlich ist, sind die Wirkungen vergleichbar mit einem Psychopharmakon. Dennoch sind die Nebenwirkungen vergleichsweise gering. So tritt insbesondere die typische Sonnenempfindlichkeit bei vielen Anwendern auf. Desweiteren wird öfters von einer erhöhten Schläfrigkeit, bzw. von einer leichten Benommenheit berichtet.

Außerdem sollte der natürliche Stimmungsaufheller nur nach ärztlicher Absprache mit anderen Medikamenten kombiniert werden, da es sonst zu äußerst gefährlichen Interaktionen kommen kann. Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, vor der Einnahme des Johanniskrauts mit einem Arzt zu sprechen.

Dosierung von Johanniskraut:
Außerdem kann ein Arzt sie auch am besten über eine Ihnen angepasste Dosierung von Johanniskraut beraten. Der im Beipackzettel angegebenen Tagesdosis von 650-950 Milligramm pro Tag sollte auf jeden Fall entsprochen werden, generell sind im Supermarkt erhältliche Produkte jedoch eher niedrig dosiert.

Und auch wenn es sich scheinbar bloß um den jährlich wiederkehrenden Winterblues handelt, sollte eine grundlose Missstimmung, die länger als 14 Tage andauert, immer ein Alarmzeichen sein. Deswegen ist es in den meisten Fällen das Beste, wenn man durch einen Arzt abklären lässt, ob es sich lediglich um ein vorübergehendes Tief handelt, oder ob eine tiefersteckende Depression dahinter steckt, die der Hilfe eines Psychiater oder Psychologen bedarf.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s