Wohin gehen die Wellness Trends 2013 – Zahlen, Daten und Fakten

Wellnessurlaub, Erholung und ein Paradies zum Abschalten. Gerade nach einem stressigen Tag oder einer eingespannten Woche, ist diese Entspannung ein Genuss für die Seele und das innere Gleichgewicht. Wohin gehen die Wellness Trends 2013 und was bieten sie jedem einzelnen?

Entspannung finden in der Rushhour seines Lebens

Ganz besonders die Altersgruppe zwischen 30-49 Jahre, Berufstätige, eingespannte und geforderte Personen sind hierbei betroffen und finden darin den Ruhepol. Somit zählt diese Zielgruppe auch zum umsatzstärksten Kundenkreis. Gerade in der Blüte seines Lebens geht es meist sehr rasant zu. Neben dem Beruf steht meistens das Privatleben. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man sich im Job festigen will oder Karriere machen möchte. Meist tritt dann auch im privaten Bereich allerhand zusammen auf, Heirat oder Familienplanung mit -gründung. Diese rasante und auch schnelllebige Zeit bringt einen dazu, sich eine Auszeit zu nehmen und Anspannung abzubauen.

Gerade dann braucht man mal eine Verschnaufpause und Entspannung von der rasanten Fahrt des Lebens. Um die Ausfahrt in die Auszeit nicht zu verpassen, sollte man nicht zu lange warten. Der Hauptgrund für Wellnesserholung liegt bei den 30-49 Jährigen klar auf der Hand – ein stressiger Alltag. Mit 93 Prozent liegt diese Altersgruppe deutlich vorne im Vergleich mit 87 Prozent zu allen Befragten. Aus ständig andauerndem Stress kann sehr leicht Burnout werden und gerade als Vorbeugung wird eine Wellnessauszeit ganz gerne herangezogen. Einen Wellnessurlaub mit dem Partner zu verbringen, ist für über 61 Prozent ein ebenso entscheidender Grund. Diesen gewünschten Ausgleich in einer nicht stillstehenden Phase zu erhalten, ist ganz besonders wichtig.

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Neben dem Abschalten im Urlaub auch Trainingsseminar zu besuchen, dafür sind nur 22,9 Prozent der Altersgruppe. Gerade Trainingsseminare, wie Stressmanagement, bieten Hilfe Stressfaktoren zu erkennen und zu identifizieren. Aber da es mit dieser Erkenntnis nicht getan ist und auch Verhaltensänderungen mit daraus resultieren sollen wird man oft davon abgestoßen und empfindet als unangenehm. Viele Personen ziehen demzufolge eine kurze Entspannungsphase dem effektiven und nachhaltigen Persönlichkeitscoaching vor.

Das größte Wachstum wird demnach von den Wellnesshotels für diese Altersgruppe im Jahr 2013 erwartet.

Anstieg auch für die Zielgruppe Familie erwartet

Als Trend zeichnete es sich bereits im letzten Jahr ab, doch in diesem Jahr ist es offensichtlich: Eine neue Zielgruppe, die Familie, setzt ihren deutlichen Anstieg für dieses Jahr fort. Demnach wird der Familienurlaub immer öfter auch als Wellnessurlaub reserviert.

Durch die enorme Nachfrage planen Hoteliers Ferienwohnungen oder Appartements mit in Ihr Sortiment aufzunehmen. Speziell für Familien denken sie auch über Kinderbetreuung nach als Wellness Angebote. Probleme treten meist im Bereich Badespaß, dem Poolbereich auf. Paare wünschen für ihr erholsames romantisches Wochenende laute Kinder am Pool weniger. Die Konfliktlösung wären hier, eine klare Regelung für den Sauna- und Poolbereich. Denn erst dann wenn die Kinder im Pool toben und es niemand stört, dann fängt für einen selbst die Entspannung erst an.

Um den gegensätzlichen Bedürfnissen entgegenzukommen, bieten bereits 13,78 Prozent der Hotels bereits kinderfreie Zone im Wellnessbereich an. Hier ist ganz klar eine konkrete Positionierung der Hotels gefragt. Entweder Ferienhotel mit Wellness Angebote oder Hotel mit dem Schwerpunkt Wellness. Der Fokus liegt zum einen auf Familien mit Kindern oder auf Gäste, die Entspannung wünschen. Hierbei sollten konkrete Leitlinien vom Geschäftsführer entwickelt werden und in diesen Prozess auch das Personal mit einbezogen werden. Ein Wellnesswochenende muss auch nicht immer weiter weg liegen. Ob Norden oder Süden, jeder Bereich hat unterschiedliche Wellnessangebote zu bieten. Im Norden zieht es viele an die See, doch auch der Süden, wie beispielsweise Wellness Schwarzwald, kann sich sehen lassen.

Deutlich für Familienwellnessurlaub spricht folgende Zahl: 22 Prozent mehr als im Vorjahr wollen mehr Geld 2013 für Wellness zahlen.

Up-Selling als Potential?

Eine Zunahme des Wellnessmarktes ist unbestreitbar. Allerdings lassen sich zusätzliche Umsätze nicht so einfach erzielen. Kurzfristiges Wachstumspotential liegt im Up-Selling. Dies bedeutet, ein zusätzlicher Verkauf von Dienstleistungen und Produkten im Hotel. Wellnessgäste schätzen die Annehmlichkeit Spa-Anwendungen, wie beispielsweise Peelings, Bäder oder Massagen auch kurzfristig im Wellnesshotel vor Ort zu buchen. Oft sind allerdings an den begehrten Wochenenden alle Termine vergeben. Das führt dazu, dass die meisten Gäste bereits im Voraus ihre Anwendungen rechtzeitig reservieren und somit der Enttäuschung keine Anwendung mehr zu bekommen, entgehen. Eine Kollision von Realität und Wünschen ist dabei schnell gegeben. Meist ist es schwer, diesen Wunsch des Gastes in die Wirklichkeit umzusetzen, da Hotels im Voraus Personal- und Raumkapazitäten planen müssen. Nur so können sie ihre Kosten so gering wie möglich halten und Leerläufe vermeiden.

Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Zum Beispiel können die Gäste eine „Zeit für mich“ reservieren. Diese Möglichkeit eröffnet dem Gast einen Zeitraum zu buchen und dann in Verbindung mit der SPA-Beratung die Anwendung kurzfristig festzulegen. So kann der Gast seine Wellness-Anwendung mit Ruhe auch am Wochenende genießen. Vorteilhaft ist aber auch, Anwendungsräume für kurzfristige Reservierungen frei zu halten. So können Termine erst am jeweiligen, vollen Tagen, vergeben werden und einer Enttäuschung wird somit entgegengewirkt. Die komplette SPA-Anwendung kann natürlich nicht den Gästen kurzzeitig bereitgestellt werden. Den Gästen muss auch bewusst sein, dass es nicht im Möglichen liegt, eine enorme Auswahl an SPA-Möglichkeiten in hoher Qualität zur Verfügung zu stellen. Oftmals ist eine kleine Auswahl meist zielführender als die breite Palette von allem. Im Grunde kommt es auf die Qualität an.

Trend Wellnessurlaub und Senioren

Besonders Senioren in der Altersgruppe zwischen 50-64 Jahren möchten den Urlaub genießen und etwas für die Gesundheit tun. Sie erwarten ein Angebot von gesunder Ernährung, bis zum mentalen Wohlbefinden.

Ältere Personen wählen immer öfter den Gesundheitsurlaub. Zwar sind die Senioren im Bereich Wellnessurlaub noch in der Minderzahl, jedoch mögen sie diese Art von Urlaub nicht weniger und der Trend hin zum Wellnessurlaub wächst.

Der Trend 2013 bietet eine Menge für Familien, Hoteliers und gestresste Personen. Die Auswahl ist groß und vielfältig. So verfliegt der Stress von ganz allein. Gerade in der heutigen Zeit ist ein Ausgleich immer wichtiger. Den Ruhepol zu finden in dieser rasanten Zeit, finden viele im Bereich der vielen verschiedenen Wellnessangebote. Für einige ist das Entspannung. Denn nur wer entspannt ist, kann so ruhiger und gelassener durchs Leben gehen und das Beste man beugt auch Burnout vor.

                                                                                                                                                                       

Details zu den Umfragen

Die Hotelierumfrage wurde von Dezember 2012 bis Januar 2013 unter 137 Partnerhotels von beauty24 und Wellness-Hotels & Resorts durchgeführt. Die Gästestudie zu den Wellness-Trends 2013 wurde von GfK im Auftrag von beauty24 und Wellness-Hotels & Resorts im Dezember 2012 durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Onlinebefragung von Haushalten aus GfK TravelScope zum Thema Wellness-Trends 2013. Stichprobe n = 2.155 Haushalte mit grundsätzlichem Interesse an Wellness, repräsentativ für die deutsche Online-Bevölkerung. Die Beobachtungen zum Reiseverhalten stammen aus dem GfK TravelScope.

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2 Antworten zu “Wohin gehen die Wellness Trends 2013 – Zahlen, Daten und Fakten

  1. Wellnessprogramme sollten aber nicht nur in den urlaubstagen oder am Wochenende wahrgenommen werden, sondern verstärkt auch unter der Woche, wo auch Sport betrieben werden sollte.

  2. Wellnessprogramme dürfen nicht nur „Unterhaltung“ sein. Gegen unsere Zivilisationskrankheiten wie Stress, Übergewicht etc. helfen uns auch eine mit Beruf und Freizeit zu vereinbarende Prävention. Versuchen wir also einmal, Natur & Wellness ins Gleichgewicht zu bekommen. Die genutzten Methoden und Anwendungen sollten wissenschaftlich erarbeitet und bewiesen sein. So erreichen wir höchstmöglichen Erfolg in der uns so wertvollen Zeit. Alte Kulturen, wie die des Antiken Roms dienen uns da als gutes Beispiel. Salus per Aquam (die Gesundheit, die aus dem Wasser kommt) So können wir ein allumfassendes Wohlbefinden auch und gerade in Zeiten des modernen Lebensstils erreichen.

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