Risiken der Tattoo-Entfernung

Wellness heißt, sich so richtig wohlfühlen in seiner Haut. Doch was soll man tun, wenn es auf dem Arm, den Beinen oder sogar auf dem Rücken verwaschene, dunkle Farbflächen gibt?

Eine undeutlich gewordene Tätowierung oder ein verblasstes Arschgeweih können der Schönheit deutlich schaden. Schlimmer ist es noch, wenn die Erinnerung an eine coole Strandparty oder die vermeintlich unsterbliche Liebe heute eigentlich lieber vergessen wären, weil man längst mit jemand anderem liiert ist, oder man mit der ganzen Clique nichts mehr zu tun haben will.

Tattoo

Da stellt sich schnell die Frage, wie man das ehemals so stolze Tattoo möglichst schonend und fachgerecht wieder weg bekommt. Worauf soll man achten? Arschgeweih, Herzmotive oder Schlangenköpfe, die sich um Knöchel, Oberarme und Hüften ranken waren lange Zeit ein modischer Hingucker. Doch die wenigsten Menschen machen sich vor und während der Tätowierung Gedanken darüber, wie sie den Hautschmuck später wieder ablegen können.

Jede Tattoo-Entfernung birgt ein Risiko

Psychologen wissen, dass sich Persönlichkeiten ebenso wie Modetrends ständig verändern. Wer sich mit 16 ein Tattoo stechen ließ kann durchaus in die Lage kommen, dass er es mit 35 nicht mehr leiden mag. In Deutschland gibt es rund zehn Millionen Tätowierte. Der Wunsch, die Hautbilder wieder „abzuwaschen“ ist jedoch mit großen Risiken behaftet.

Farbpigmente, die bis zu vier Millimeter tief unter der Hautoberfläche sitzen zu entfernen, ist eine schwierige Operation. Die klassische Methode besteht darin, die Haut an der gefärbten Stelle abzuschleifen. Das heißt im Klartext, dass Sie Ihre Oberhaut entfernen, um an die Farbschicht heran zu kommen. Diese Entfernungsmethode entspricht einem chirurgischen Eingriff mit der Gefahr, dass an dieser Stelle Narben entstehen.

Auch die Entfernung mit Blitzlampen oder Milchsäure ist nicht zu empfehlen. Diese Behandlungen bergen das Risiko, dass Verbrennungen oder Verätzungen mit hässlichen Narben auf der Haut zurückbleiben.

Lasern, die schonende Alternative

Die schonenste Methode, die heute angewandt wird um Tätowierungen zu entfernen, ist die des Laserns. Beim Lasern dringt der Laserstrahl durch die Oberhaut und zersprengt die Pigmente, ohne die Haut zu verletzen. Die Farbreste werden anschließend über die Lymphe abtransportiert. Der entstehende Schmerz ist vergleichbar mit dem des Tätowierens. Bei der Behandlung wird die Haut durch kalte Luft gekühlt oder mit einer Betäubungscreme behandelt. Die Wunde muss desinfiziert und vor direkter Lichteinstrahlung geschützt werden. Es dauert rund zehn Tage, bis Sie wieder schwimmen oder intensiven Sport treiben können.

Was kostet eine Laserbehandlung?

Die Kosten für eine Laserbehandlung sind abhängig von der Hautdicke, der Tatoo-Fläche und der Tattoo-Farbe. Eine Tattoo-Entfernung zieht sich über sechs bis zehn Behandlungen unter dem Laser hin. Eine Laser-Behandlungen kostet zwischen 75 und 300 Euro. Dabei gilt, dass bunte Tätowierungen deutlich schwerer zu entfernen sind als schwarze. Im schlimmsten Falle kann es dazu kommen, dass sich einzelne Farben entfernen lassen, während andere gar nicht auf die Behandlung reagieren. Manchmal kann es auch dazu kommen, dass es durch den Laser zu einem bleibenden Pigmentverlust der eigenen Hautfarbe kommt. Dann wird die Haut insgesamt heller und fühlt sich narbig an.

Wenn Sie sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen, Ihr Hautbild entfernen zu lassen, sollten Sie sich nur an einen Spezialisten wenden. Sie erkennen Ihn übrigens daran, dass er Ihnen nicht nur eine makellose Haut verspricht, sondern auch eingehend auf die möglichen Risiken hinweist.

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4 Antworten zu “Risiken der Tattoo-Entfernung

  1. ich danke für die info hier, leider kann mein tattoo nicht mehr entfernt werden, da angeblich zu tief und mit falscher tinte gestochen wurde. noch dazu ist es ein sehr großes am rücken. vlt kommt in zukunft ja doch noch eine möglichkeit für solche „härtefälle“

  2. Tattooentfernung Fan

    Danke für die Info, ich überlege auch schon länger, ob eine Tattoo Entfernung bei mir so sinnvoll ist. Ich habe Angst dass nach der Tattooentfernung eine grosse Narbe zurückbleibt und die dann schlimmer als das Tattoo aussieht. Grundsätzlich finde ich, dass das Tattoo entfernen lassen zu teuer ist.

  3. Hallo zusammen,

    erst einmal vielen Dank für den gelungenen Artikel. Man sollte sich natürlich schon vorher im Klaren sein, dass ein Tattoo eine Entscheidung ist, die das ganze Leben betrifft. So wie im Artikel beschrieben gibt es mittlerweile die Möglichkeit, durch eine schonende Laserbehandlung das Übel zu entfernen. Die Kosten finde ich eigentlich angebracht, sie sind ja in etwa so hoch wie das Tattoo selbst. Ein Bekannter von mir hat vor Kurzem sein Tattoo entfernen lassen, es war nur ein kleines an der Wade, aber die Behandlung hat tadellos funktioniert und es gab keinerlei Rückstände. Ich hoffe, dass noch viele andere auf den Artikel stoßen werden und sich über die Behandlungsmöglichkeiten informieren können.

  4. Sehr schön erklärt! Ich denke man sollte sich genau informieren, ob man eine Tattooentfernung machen sollte. Am einfachsten ist es aber sich bereits vor dem Tattoo noch einmal genau darüber im Klaren zu sein, ob man das wirklich braucht. 🙂

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