Wellness-Lexikon: Bikram Yoga

40 Grad assoziieren viele mit kühlen Drinks, Relaxen und Schwimmen. Für Andere heißen solche, nahezu tropischen, Temperaturen nur Eines: Yoga. Und das Hardcore. Bikram Yoga, genauer gesagt.

Können Sie sich nicht vorstellen? Wir haben uns für sie genauer informiert und an einigen Sessions teilgenommen. Unser Fazit lesen Sie hier.

beautiful young woman making a Yoga pose

35 Grad plus

Bei Bikram Yoga handelt es sich um 90-minütige Yoga-Einheiten, die meist aus 26 Körper- sowie zwei Atemübungen bestehen. Gut, ist ja an sich nicht außergewöhnlich. Allerdings werden jene Räume, in denen die Einheiten durchgeführt werden, auf bis zu 40 Grad geheizt. Die heißen Temperaturen sollen sichere Muskelarbeiten möglich machen und durch das Schwitzen ein Detoxing des Körpers bewirken.

Yoga teacher practising at the beach janushirasana

Fotolia | Urheber: fxegs

We did it!

Nachdem wir uns für ein kleines Studio entschieden haben, ging es also los. Bereits beim Eintritt in das Studio hat es irgendwie indisch gerochen. Und heiß war es überhaupt auch schon in der Garderobe. Als wir dann den nochmal heißeren Trainingssaal betreten haben, ist uns sofort eines aufgefallen: trotz kurzer Sporthose und Trägershirt waren wir irgendwie overdressed.

Zu Beginn hat uns unsere Trainerin erzählt, Wasser solle man, wenn überhaupt, dann nur zu den von ihr angegebenen Zeitpunkten trinken. Das war schon mal der erste Schock. 90 Minuten ohne Wasser? Unvorstellbar, aber dann ja doch irgendwie machbar. Bevor man dann einen Kreislaufkollaps bekomme, solle man natürlich einfach etwas trinken – aber aus Sicht von erfahrenen Yoginis (ja, so nennt man die Profis) können sich Körper & Seele dann nicht so gut entfalten.

Nach einigen Atemübungen, bei denen es darum ging, die Sensibilität für innere Prozesse zu erhöhen, ging es auch schon los. Die Übungen an sich waren sehr vielfältig und den traditionellen Positionen sehr ähnlich. Da war von Stirn-zu-Knie über Stirn-zu-Boden über Adlerhaltung bis zum nach oben blickenden Hund alles dabei. Häufig wurde betont, dass man einfach in seinem Tempo weitermachen soll und sich nicht auf die Positionen der anderen Teilnehmer konzentrieren sollen, da Yoga – im Vergleich zu vielen anderen Sportarten – sich nicht an der Stärke Anderer messen sollte.

Kurz vor Ablauf der Zeit und ebenfalls am Ende unserer Kräfte kamen erneut die Atemübungen von Beginn an die Reihe. Unsere Trainerin hatte uns gebeten, nicht sofort aus dem Raum unter die kalte Dusche zu stürmen, sondern noch ein Wenig liegenzubleiben. Der Kreislauf willen. Lange haben wir es letztendlich aber nicht mehr ausgehalten und sind nach fünf Minuten in die Garderobe, unter die Dusche und wieder raus in die Zivilisation. Hat sich irgendwie gut angefühlt, als wäre man viel erfrischter und relaxter als vorher. Gern geschehen, Körper und Geist.

Unser Fazit: bei den drei Sessions, an denen wir teilgenommen haben, spürten wir je nach Tagesverfassung vieles – von Schwindel über Hitzewallungen bis zu überschüssiger Energie – aber die tatsächliche Entspannung kam irgendwie zu kurz. Für all jene Yoga-Liebhaber, die nicht nur körperliches Wohlbefinden, sondern auch eine Kalorienverbrennung anstreben, ist diese Yoga-Art ideal. Für alle, die es dann doch lieber gemütlicher mögen, raten wir dann doch eher klassische Yoga-Einheiten. Und für jedermann ist es sowieso nicht geeignet, da Personen mit Herz- oder Kreislaufproblemen bereits zu Beginn davon abgeraten werde.

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Eine Antwort zu “Wellness-Lexikon: Bikram Yoga

  1. Spannender Einblick, vielen Dank! 🙂

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