Wellness-Mythen: also, wie jetzt?

Sie kennen das bestimmt: die Kusine eines Arbeitskollegen schwört darauf, da sie wiederum von einem Bekannten gehört hat, dass das wahre Wunder wirken soll. Gerade im Wellness- und Wohlfühlbereich haben sich so manche Mythen etabliert, obwohl niemand so Recht um deren Wirkung Bescheid weiß. Wir haben die hartnäckigsten Märchen genauer unter die Lupe genommen und diese für Sie auf den Prüfstand gestellt.

Young African woman in Studio doing body care with refreshing cucumber facial mask for young and beautiful skin and relaxation

Fotolia | Urheber: Kzenon

Gurkenscheiben für junge Augen

Mythos: Zusätzlich zu der einen oder anderen Gesichtsbehandlung haben Gurkenscheiben auf den Augen eine nachhaltige Anti-Aging Wirkung.

Fazit: So sehr es uns zwar immer wieder eingeredet wird: Gurken auf den Augen haben (leider) keine Chance im jahrelangen Krieg gegen altersbedingte Augenfältchen. Kurzzeitig kann das Gemüse jedoch mit seiner kühlenden und schwellungshemmenden Wirkung helfen, einen Energiekick zu liefern und sich um Jahre jünger zu fühlen.

Saunieren statt umfangreiche Diät

Mythos: Ein regelmäßiger Saunagang und das damit verbundene Schwitzen eignen sich ideal zur nachhaltigen Gewichtsabnahme.

Fazit: Falsch. Es kann durchaus vorkommen, dass Sie nach der Sauna ein bis zwei Kilo weniger auf die Waage bringen, dennoch handelt es sich hierbei um reinen Flüssigkeitsverlust durch den erhöhten Schweißausschuss. Sollten Sie danach wieder viel Flüssigkeit zu sich nehmen, wandert der Waagenzeiger schnell wieder in die Ausgangslage. Für eine nachhaltige Gewichtsabnahme muss Körperfett reduziert werden – am besten in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung sowie regelmäßigen sportlichen Aktivitäten.

Milch für glatte Haut

schnheit

Mythos: Angeblich schwor ja bereits Kleopatra darauf: In Milch baden bewirke aufgrund der darin enthaltenen Vitamine sowie dem hohen Kalziumanteil eine regenerierende Funktion, welche die Haut besonders samt und weich aussehen lasse.

Fazit: Naja. Milch macht die Haut schön weich und demnach samtig glatt – allerdings ebenfalls nur kurzfristig. Weiters werden für eine volle Badewanne schon einige Packungen Milch benötigt – das kostet. Ob Milch daher nicht dennoch lieber als Nahrungsmittel im Haushalt verwendet werden soll, bleibt Ihnen überlassen.

A Peeling A Day …

Mythos: Gesichts-Peelings machen die Haut besonders weich und sollten daher täglich aufgetragen werden.

Fazit: Peelings strapazieren die Haut – egal wie feinkörnig sie auch sein mögen. Es ist also ratsamer nur alle ein, zwei Wochen ein Peeling durchzuführen, denn abgestorbene Hautschuppen werden bereits durch die tägliche morgendliche sowie abendliche Gesichtspflege entfernt.

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Wissen Sie noch etwas über Wellness- und Beauty-Mythen? Dinge, die Ihnen geradezu spanisch vorkommen, manch anderer schwört also darauf? Oder haben Sie bis dato unterschätzte Geheimtipps, die sich bisher noch nicht etablieren konnten? Wir freuen uns mit Ihnen Wirkung und Mythos-Herkunft diskutieren zu können!

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4 Antworten zu “Wellness-Mythen: also, wie jetzt?

  1. Schöner und umfangreicher Artikel !!! 🙂

  2. dsgesundheitsberatungberlin

    Leider gibt es von den „ich habe mal gehört das“ Aussagen viel zu viele. Schöne Idee, einige davon aufzudecken 😉

  3. Die Sache mit den Gurkenscheiben ist wohl ursprünglich auch anders gedacht: Man nimmt die Schalen einer Gurke und reibt sich damit die Haut ein. Sinn der Sache ist, dass die Flüssigkeit darin sehr mineralstoffreich ist (wenn die Gurke gut gewachsen ist…) und diese somit der Haut zugute kommen. Ist quasi wie ein pflanzliches „Basenbad“. (-; Falten verhindern tut das natürlich nicht. Ähnlich ist auch das Kleopatra-Milch-Bad gedacht. Das soll wohl angeblich nicht Kuhmilch gewesen sein sondern die basischere Ziegenmilch. Frühere Kulturen habe immer mineralstoffreiche Hautpflege betrieben (z. B. auch mit Asche) weil das besonders wohltuend für die Haut und den Körper ist.

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