Schlaflos im Bett

Was ich gerade mache? Ach, seit Stunden im Bett wachliegen und mich von der einen auf die andere Seite wälzen. Wie spät? Drei Uhr früh. In gut vier Stunden läutet auch schon wieder der Wecker. Ob ich so etwas öfter habe? Ja, so gut wie jede Nacht – egal, ob es stürmt oder die Sonne scheint.

Kommt Ihnen bekannt vor? Tja, gut 20 Millionen Deutsche haben Schlafprobleme, Frauen sogar noch häufiger als Männer – sei es beim Ein- oder Durchschlafen. Schäfchen zählen hilft nicht? Dann sehen Sie sich mal an, was uns schon in so manchen frustrierenden Nächten geholfen hat.

insomnia
Fotolia | Urheber: Mitarart

Wieder einer dieser Tage

Schlaflosigkeit führt nicht nur zu schlechter Laune, sondern auch zu einer herabgesetzten Leistungsfähigkeit, ergo geringeren Produktivität, am Tag danach. Ursachen für Schlafprobleme: neben chronischen Erkrankungen auch psychische Belastungen wie Beziehungskrisen oder Stress in der Arbeit. So manch einer sieht wohl Alkohol als das Wundermittel, wenn der Schlaf mal wieder auf sich warten lässt. Dennoch ist hier das Gegenteil der Fall: womöglich können Sie nach dem einen oder anderen Feierabendbier zwar besser und wie ein Baby einschlafen, dennoch sind Sie in der zweiten Nachthälfte unruhiger und am nächsten Tag auch umso früher wach und erledigt sowieso.

Rundum wohlfühlen

Um die ideale Schlafumgebung zu schaffen, müssen Sie angenehme Gefühle sowohl durch äußere als auch innere Zustände herbeiführen. Außen heißt: Schlafzimmer auf gut 18 bis 20 Grad temperieren und vor dem Schlafengehen nochmal 15 Minuten für den ultimativen Frischekick durchlüften. Auch sollten Sie Ihre Bettwäsche der jeweiligen Jahreszeit anpassen, genauso Ihre Schlafkleidung, Matratze ebenfalls weder zu hart, noch zu weich.

So verlockend ein ausgiebiges Sonntagsfrühstück im Bett auch klingen mag und so gemütlich das Laptop-Surfen in den Schlafgemächern auch ist: verlagern Sie solche Tätigkeiten lieber auf die Couch! Umso mehr Aktivitäten Sie im Bett durchführen, umso eher sieht Ihr Gehirn dieses als einen Ort für Wach-Tätigkeiten.

Sie sollen sich natürlich auch von Innen wohlfühlen und Ihrem Gehirn und Körper die Möglichkeit geben, sich zu entspannen. Beispiele für den Stressabbau sind von Mensch zu Mensch verschieden: ob Yoga, eine gemütliche Laufrunde (Stichwort: gemütlich – umso anstrengender der Sport, desto munterer werden Sie danach) oder Musik hören – Sie alleine wissen, wie Sie am besten abschalten können.

Umso später das Dinner, desto schlechter

Nach dem ausgiebigen Abendessen gleich ins Bett? Ein absolutes No Go! Die letzte Mahlzeit sollte idealerweise drei Stunden vor dem Schlafengehen verzehrt werden und auch nicht zu deftig ausfallen. Verlegen Sie Schnitzel, Pommes & Co. lieber auf Mittag und essen Sie abends kleinere Portionen, die nicht schwer im Magen liegen. Andernfalls ist Ihr Körper zu sehr mit der Verdauung beschäftigt und kann an die nächtliche Ruhe keinen Gedanken verschwenden.

Übrigens: Warme Milch mit Honig kann tatsächlich wahre Wunder wirken und weckt zusätzlich auch noch alte Kindheitserinnerungen!

Same procedure as every day

Zeigen Sie Ihrem Körper, wann Schlafenszeit ist und gewöhnen Sie sich gewisse Abendrituale an. Sei es das Lesen eines Buchs, das Teekochen oder ein gemütlicher Spaziergang. Versuchen Sie auch täglich zur ungefähr gleichen Zeit zu Bett zu gehen, um einen gewissen Schlafrhythmus einzuläuten. Ja, auch am Wochenende sollten Sie auf lange Partynächte verzichten, da Ihr Körper sonst gar nicht mehr mitkommt, wann Schlafen und wann Aktivitäten gefordert sind.

Last but not least

Wir mussten es auf den harten Weg lernen: Schlaf lässt sich leider nicht erzwingen. Bevor Sie also das nächste Mal mehrere Stunden wach im Bett liegen und sich selber ermahnen mit Gedanken wie „Schlaf jetzt endlich, das kann doch nicht so schwer sein“ versuchen Sie Folgendes: Lesen Sie ein Buch oder schreiben Sie sämtliche Gedanken auf, die Ihnen gerade durch den Kopf gehen. Falls notwendig: verlassen Sie die heiligen Gemächer, gießen Blumen oder holen Sie das längst fällige Bügeln nach. Sobald die Augen schwer werden, heißt es jedoch ab in’s Bett und – nun aber wirklich – Gute Nacht!

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Eine Antwort zu “Schlaflos im Bett

  1. Pingback: Wenn die Schäfchen zum blanken Horror werden | WellnessBooking - Der Wellness Blog

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