Paleo-olé

Essen wie die Steinzeitmenschen. Wenn man sich so manche, ihr Essen verschlingende, Menschen ansieht, wirkt einem das gar nicht so fremd. Dennoch handelt es sich bei der Paleo Diät weniger um veraltete Rituale der Nahrungsaufnahme, sondern mehr um jene Lebensmittel, die in der Steinzeit konsumiert wurden – ohne zusätzliche Farb- oder Genstoffe und industrialisierte Herstellungsweisen.

Bei der Paleo-Diät ist demnach alles erlaubt, was auch schon unsere Vorfahren erjagen bzw. sammeln konnten. Die Idee dahinter ist, dass wir all diese Lebensmittel bereits vor mehreren Millionen Jahren verzehren konnten – all jene Lebensmittel, die jedoch dank industrieller Verarbeitungsweisen hergestellt werden, seien nicht „artgerecht“ und demnach tabu für das moderne Verdauungssystem.

Fotolia | Urheber: nito

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Was darf, was nicht

Frei nach dem damaligen „Jagen und Sammeln“-Prinzip sollen folgende Lebensmittel auf die Tagesordnung:

  • Gemüse: Basis der Paleo-Ernährung
  • Fleisch: beinhält wertvolle Proteine, gesunde Fette und Vitamine
  • Fisch & Meeresfrüchte: Lieferant essentieller Omega-3-Fettsäuren
  • Eier
  • Obst: lieber auf Früchte mit geringem Zuckergehalt, wie Beeren, setzen
  • Nüsse
  • Gesunde Öle: hier eignen sich z.B. Oliven- und Avocado-Öle
  • Getränke: Wasser und ungesüßte Tees

Verzichtet wird auf all jene Lebensmittel, die in ihrer natürlichen Form verarbeitet wurden und mit denen man eine Vielzahl schädlicher Antinährstoffe verbindet, wie Getreide-, Hülsen- und Milchprodukte, Zucker (also, bitte keine Naschereien oder Softdrinks) und etwaige künstliche Zusatzstoffe.

Und wozu das Ganze? Da der menschliche Körper vor mehreren Millionen Jahren genau an diese Ernährung angepasst wurde, geht man davon aus, dass diese Lebensweise zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit führt. Weitere gesundheitliche Wirkungen sind unter anderem gesteigerte Energie, verbessertes Allgemeinbefinden, weniger Erkrankungen und Entzündungen, bessere Konzentrationsfähigkeit und ein angeregtes Verdauungssystem.

Wie sieht also ein Tag nach Paleo aus?

Prinzipiell sind die Vorgaben im Rahmen der Paleo Diät relativ offen – wann Sie essen ist keineswegs vorgegeben, dennoch macht es Sinn, die etablierten Mahlzeiten, also Frühstück, Mittag- sowie Abendessen, beizubehalten. Viele leckere Rezepte finden Sie  hier.

  • Frühstück: Paleo-gerechte Frühstücksgerichte sind beispielsweise Eier in sämtlichen Variationen (z.B. Rühreier oder Spiegeleier), Müsli aus Nüssen und Obst, selbstgemachte (grüne) Smoothies oder Rohkost.
  • Mittagessen: Hier eignen sich Fleischgerichte wie Rinderbraten oder Hähnchen, Fischspeisen wie Garnelen oder Makrelen sowie vegetarische Varianten wie geröstetes Gemüse oder Gemüseeintöpfe.
  • Abendessen: abends soll es ja ohnehin was Leichtes sein, so auch in der Paleo-Diät. Salate, je nach Lust und Laune mit Fleisch oder Fisch, sowie Gemüsebrühen sind leckere Alternativen.

Wir sagen: auch wenn es für die Meisten auf Dauer keine Alternative ist, probieren geht bekanntlich über studieren. Achten Sie einfach auf Ihr inneres Wohlbefinden bei der Paleo-Ernährung. Wir sind gespannt, was Sie davon halten!

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2 Antworten zu “Paleo-olé

  1. Ich finde Paleo etwas zu radikal. Ich mache Paleo Plus 😀 Paleo plus Haferflocken und Naturreis.

  2. Die Idee hinter Paleo verarbeitete Produkte zu meiden, ist eine gute Sache. Doch Paleo entspricht nicht wirklich der echten Steinzeit-Ernährung. Denn da wurde weit weniger Fleisch und Fisch gegessen als oftmals bei Paleo in der Moderne praktiziert. Das Ernährungskonzept Pegan kommt hierbei eher an die tatsächliche Ernährung des Urmenschen heran.
    Davon abgesehen ist Getreide an und für sich eine gute Sache.

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