Wenn die Schäfchen zum blanken Horror werden

Vor gut einem Jahr, haben wir Ihnen verraten, wie Sie bei der sommerlichen Hitze besser schlafen können. Immer noch Probleme? Mit Schlafmangel ist nicht zu scherzen. Wie wichtig Schlaf ist und warum eigentlich, haben wir für Sie in unserem neuesten Blogartikel zusammengefasst. Wer über längere Zeit nicht gut schlafen kann, hat mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen zu rechnen. Wir reden hier wirklich über eine größere Zeitspanne, ein- oder zwei durchzechte Nächte, in denen man sich von einer Kante des Bettes zu der anderen wälzt, sind gesundheitlich noch völlig bedenkenlos. Hier haben Sie wohl eher mit Stimmungsschwankungen oder äußeren Umständen zu kämpfen, aber diese gehen ja gottseidank meistens wieder vorüber.

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Pixabay | Urheber: Unsplash

Aber warum brauchen wir eigentlich Schlaf? Die meisten Vorgänge, die in unserem Körper ablaufen, passen sich an einen gewissen Schlaf- und Wach-Rhythmus an und sind dafür zuständig, dass wir morgens wach und abends müde sind. So hat Schlaf regenerative Funktionen in Bezug auf Wachstum, Gewebe und Stärkung des Gedächtnisses. Fallen diese Aspekte jedoch weg oder verlagern sich auf Dauer radikal, hat dies einen Einfluss auf unsere Hormonproduktion, Immunsystem, Körpertemperatur und Nervenzellen im Gehirn. Wieviel Schlaf ist recht, wieviel ist schlecht? Diese Frage können wir leider nicht eindeutig und für Alle gleichermaßen gültig beantworten. So benötigen manche Menschen nur fünf Stunden Schlaf, während ein anderer erst ab neun Stunden so richtig funktioniert. Daumen mal pi raten Experten 6-8 Stunden Schlaf, wobei es auch wichtig zu beachten ist, wie ein Mensch schläft. Schläft ein Mensch unruhig und ist öfter wach, werden mehrere Stunden Schlaf benötigt, als bei Menschen, die die Nacht ohne Probleme durchschlafen. Wenn ein Mensch mehr als 17 Stunden wach ist, reagiert er bereits so als hätte er das eine oder andere Bierchen getrunken. So viele Bier, dass man 0,5 Promille hätte, genauer gesagt. Bei 24 Stunden ist die Reaktionsfähigkeit bereits so eingeschränkt, als hätte man 1 Promille. Na, Prost! Übrigens: die Annahme, der Schlaf vor Mitternacht sei der Wichtigste, konnte sich bis dato nicht bestätigen. Der Körper durchläuft, völlig unabhängig vom Einschlafzeitpunkt, die gleichen Schlafrhythmen – diese beginnen meist mit einem relativ hohen Anteil an Tiefschlaf, gefolgt von einer Zunahme an REM-Phasen. Der Schlaf wird also von Anfang bis hin zum Ende leichter.

Pixabay | Urheber: Vranystepan

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Typische Anzeichen Müde Augen, tiefe Augenringe und einen schmerzenden Mund, weil Sie ständig gähnen müssen? Das sind die klassischen Anzeichen, bei denen Ihnen Ihr Körper verrät, dass er nicht ausgeschlafen, ergo nicht zu 100% funktionsfähig, ist. Weitere Deutungen, dass Sie an Ihrem Schlafrhythmus etwas ändern sollten sind unter anderem:

  • Heißhunger und ständiger Appetit á la Raupe Nimmersatt. Durch Schlafmangel wird die Konzentration des Hormons Ghrelin erhöht und das macht hungrig.
  • Verkühlungen, mattes Wohlbefinden, schleppend lange Erkältungen. Bei müden Menschen ist das Immunsystem nicht so fit, wie bei ausgeschlafenen Menschen – daher erkranken diese öfter und meist auch für eine längere Zeit.
  • Weniger Lust auf nächtliche Aktivitäten mit Ihrem Partner? Schlafmangel ist oftmals schuld, wenn die Lust an der Lust ausbleibt.
  • Tollpatschig? Schlafmangel wirkt sich ebenfalls negativ auf die Koordination, das Gleichgewicht und die Steuerung verschiedener motorischer Handlungen aus, so dass öfter mal etwas schiefgeht. Auch Dinge, die Sie sonst völlig routiniert nebenbei machen.

Wie kann man besser schlafen? Auch hier gilt: leider gibt es keine Pauschalantwort, sonst müssten wir diesen Blogartikel vermutlich nicht schreiben. Manche Personen sollten ab Mittag keine koffeinhaltige Getränke mehr trinken, wogegen manch Anderer den Espresso quasi zum Einschlafen braucht. Schweres Essen macht zwar müde, sorgt aber für einen unruhigeren Schlaf mit vielen Wachphasen – daher abends lieber nur etwas leichtes zu sich nehmen. Der Klassiker unter den Müdemachern: Sport. Ein tägliches Bewegungspensum ab 30 Minuten hilft Ihnen besser einzuschlafen und nebenbei noch dazu fitter zu werden. Sportarten, die Sie auch nach der Einheit noch auf Trab halten, sollten Sie dennoch eher in die Nachmittagsstunden verlegen, da der Sport sonst eine aktivierende Wirkung hat. Fazit: Unser Blogartikel versucht Ihnen zu helfen, Schlaf besser zu verstehen und auch eher untypische Müdigkeitszeichen rechtzeitig erkennen zu können. Wer jedoch wirklich unter chronischem Schlafmangel leidet, sollte auf jeden Fall mit einem Arzt sprechen, da Ihr Körper das auf Dauer nicht mitmachen kann.

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